Wann benötigt ein Jungvogel Hilfe?
Manchmal ist es gar nicht so leicht zu beurteilen, ob ein junger Vogel Hilfe benötigt. Deshalb möchten wir Ihnen mit den nachfolgenden Ausführungen ein paar Tipps geben, woran Sie hilfebedürftige Jungvögel erkennen. Es ist wichtig, nur dann einzugreifen, wenn klar ist, dass der Vogel auch wirklich in Not ist.
Viele Jungvögel hüpfen, wenn es in ihrem Nest allmählich zu eng wird, heraus, bevor sie richtig fliegen können. Diese sogenannten Ästlinge werden weiterhin von den Altvögeln betreut und sollten in dieser wichtigen Entwicklungsphase nicht einfach aufgesammelt und mitgenommen werden. Ästlinge bedürfen in der Regel keiner Hilfe (ausser sie sind verletzt, krank oder sehr schwach).
Alle Nestlinge, die ausserhalb des Nests aufgefunden werden, sind hingegen hilfebedürftig!
Zur Unterscheidung von Ästlingen und Nestlingen können folgende Erkennungsmerkmale helfen:
Nestlinge:
- sind nackt oder noch nicht voll befiedert
- sitzen noch auf den Fersen
- können sich noch nicht auf einem Ast halten/ auf einem Ast selbständig sitzen
Ästlinge:
- sind bereits gut befiedert
- können aufrecht stehen, laufen und hüpfen
- halten sich ohne Probleme auf einem Ast
- können flattern, aber noch nicht richtig fliegen
- haben oft noch kurze Schwanzfedern (im Gegensatz zu den erwachsenen Vögeln)
Ausnahme Segler:
Junge Segler (Alpen- oder Mauersegler), die am Boden aufgefunden werden,brauchen immer Hilfe, auch wenn die Eltern in der Nähe sind.
Das Team der Wildstation steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite:
Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen, wenn Sie ein Jungtier auffinden, welches potenziell Hilfe benötigt. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne und finden, zusammen mit Ihnen, die beste Lösung für das Wildtier. Weitere Informationen finden Sie auch hier auf unserer Homepage in unseren Merkblättern unter der Rubrik «Infothek».
Ihr Team in der Wildstation
P.S.: Auf der rechten Seite (bei Nutzung von PC) beziehungsweise weiter unten (bei Nutzung von Handy) finden Sie noch ein paar Fotos von Nestlingen und Ästlingen
Text und Bild: (C) Stiftung Wildstation Landshut









