STEINADLER KEHRT NACH INTENSIVBEHANDLUNG IN DER STIFTUNG WILDSTATION LANDSHUT IN HEIMATREVIER ZURÜCK

Am 5.12.2017 wurde am späten Abend ein Steinadler als Notfall in die Wildstation eingeliefert.

Am 5.12.2017 wurde am späten Abend ein Steinadler als Notfall in die Wildstation eingeliefert. Zuvor war das Tier völlig geschwächt und durchnässt mitten im Schnee vom Wildhüter Anton Schmid in der Nähe von Frutigen, BE geborgen worden. Bei der Erstuntersuchung durch die Stationstierärztin Frau Dr. med. vet. Ulrike Cyrus-Eulenberger stellte sich heraus, dass sich das Tier in einem lebensbedrohlichen Zustand befand. Sofort wurde die Notfallbehandlung gestartet und der schöne und beeindruckende Greifvogel unter anderem mit Infusionen versorgt und im Vogelraum der Wildstation untergebracht. Eine Wärmematte unter der Box sorgte dafür, dass das nasse Gefieder trocknen und der unterkühlte Körper sich aufwärmen konnte.

Nachdem sich der Zustand des über 5 kg schweren, weiblichen Adlers am Folgetag schon etwas gebessert hatte, konnten weitere medizinische Abklärungen erfolgen. Eine Blutprobe des Adlers wurde zur Untersuchung an das Tierspital Zürich geschickt, um beispielsweise eine akute Bleivergiftung ausschliessen zu können. Die Untersuchungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Steinadler vermutlich ein Trauma erlitten hatte.

Erfreulicherweise erholte sich der prächtige Vogel unter der fachgerechten Pflege der Mitarbeiter der Wildstation jeden Tag ein bisschen mehr und konnte nach zehn Tagen in eine grosse Flugvoliere gezügelt werden. Hier konnte schliesslich noch das Flugvermögen des Adlerweibchens getestet werden. Nach zweiwöchiger Rehabilitation in der Stiftung Wildstation hatte es der seltene Greifvogel geschafft: er war vollständig genesen und konnte vom Wildhüter wieder in sein Heimatrevier zurückgebracht werden.

Einen Artikel (pdf-Datei) aus dem «Frutigländer» vom 4. Januar 2018 mit Bildern der Auswilderung des Steinadlers finden Sie hier: 

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