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  • 28.01.2010 - 18:14:06

                                                                          

    Steinadler nach Behandlung einer Bleivergiftung  erfolgreich wieder ausgewildert

    Der am 11.01.2010 in stark geschwächtem Zustand aus Erlenbach im Simmental in die Stiftung Wildstation Landshut gebrachte Steinadler konnte nach erfolgreicher Behandlung heute in der Fundregion  wieder entlassen werden.

                Steinadler zählen zweifelsohne zu den imposanten Bewohnern des Alpenraumes, mit einer Spannweite von rund 2,2 m segeln sie im Bereich der Baumgrenze auf der Suche nach Murmeltieren und anderen Beutetieren. Die Anzahl an Brutpaaren in den Schweizer Alpen und im Schweizer Jura, wo 2009 erstmals seit 150 Jahren wieder eine Brut beobachtet wurde, hat im Laufe der letzten Jahre kontinuierlich zugenommen. Man geht nunmehr von gut 300 Brutpaaren in der Schweiz aus.

    Die Adlerpaare, welche zeitlebens gemeinsam ihre Kreise ziehen, benutzen abwechselnd meist zwei bis drei in Felswänden gelegene Horste. Die Greifvögel können je nach Geschlecht drei bis knapp sieben Kilo auf die Waage bringen.

    Bei dem erkrankten Tier handelt es sich um einen noch jungen Vogel, wie an der Färbung des Gefieders erkennbar ist. Der sich vermutlich auf der Suche nach einem Revier befindende  Steinadler wurde sehr geschwächt aufgefunden, die Diagnose lautete akute Bleivergiftung.  Dies ist bei Greifvögeln ein nicht selten diagnostizierter Befund, da sie am Ende der Nahrungskette stehen und Gefahr laufen, Schwermetalle wie Blei oder Zink über geschwächtes oder verendetes Wild aufzunehmen. Diese Vergiftung führt zur schweren Organschädigungen und letztlich, bleibt sie unbehandelt, zum Tod.

    Glück im Unglück hatte dieser Vogel – er konnte sich nach einer Intensivtherapie an der Klinik für Zoo-, Heim- und Wildtiere (Vetsuisse Fakultät Zürich) während der letzten Tage in der Wildstation noch erholen. Der Steinadler wurde beringt und sammelte ausreichend Kraft, bevor er heute durch den verantwortlichen Wildhüter wieder in die winterliche Freiheit entlassen wurde.